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Der grosse Denner-Rollout

1800 Kassen für 820 Filialen in 4 Monaten

2020 hat Nexgen zusammen mit Denner einen der grössten Kassen-Rollouts schweizweit geplant und umgesetzt. Die Hardware (Kassen, Scanner, Bildschirme) wurden ausgetauscht und neu konfiguriert. Dazu wollten wir mehr erfahren und stellten unserem verantwortlichen IT-Projektleiter Samyan Seyfi einige Fragen.

Hallo Samyan, du bist als IT-Projektleiter für den schweizweiten Denner-Rollout verantwortlich. Der wievielte Rollout ist das?

Die Nexgen AG hat schon mehr als fünfundzwanzig Rollouts in dieser Grössenordnung ausgeführt. Für mich als Projektleiter ist es mein zweites Grossprojekt. Ausserdem war ich in diverse kleinere, schweizweite Projekte involviert.

Was war der Grund für Denner, die Kassenhardware zu wechseln?

Die Kassenhardware von Denner ist seit vielen Jahre in Betrieb, einige Komponenten sogar schon über neun Jahre. Die Kassen wurden mit der Zeit langsam und anfällig für Ausfälle, welche sich in der letzten Zeit altersbedingt häufte. Das Betriebssystem war ebenfalls veraltet und wurde von Microsoft nicht mehr unterstützt. Das sind sicher die Hauptgründe, dass sich Denner für den Austausch der Hardware entschieden hat.

Wie waren die Herausforderungen?

Auf der einen Seite mussten wir die Räumlichkeiten für das Bereitstellen der Hardware vorbereiten (Stagen und Kommissionieren). Unsere Produktion musste sicherstellen, dass die Anzahl Kassen, welche am Rollouttag benötigt wurden, rechtzeitig für den Transport bereitgestellt waren. Die Logistik hatte die Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Ware am richtigen Tag am richtigen Ort ankommt, so dass der Techniker am Installationstag die Umstellung durchführen konnte. Mit etwas eingeplantem Puffer haben wir dies gut meistern können.

Auf der anderen Seite haben wir mit diversen Pilotinstallationen die ersten Erfahrungen gesammelt, Techniker geschult und die verschiedenen Prozesse geprüft. Da die Installation während der Ladenöffnungszeiten stattfand, haben wir darauf geachtet, dass das Tagesgeschäft nicht stark beeinträchtigt wurde. Die Filialen mussten sicherstellen, dass unsere Techniker ohne grosse Hindernisse arbeiten konnten, da wir einen strikten Ablaufplan einhalten mussten.

Worauf wurde speziell geachtet?

Die Kassensoftware blieb die Gleiche und somit haben sich die Kassenprozesse nicht geändert. Die Techniker mussten sicherstellen, dass ein Backup der Transaktionen auf den alten Kassen gemacht wurde, bevor diese abgebaut wurden. Das Backup mit den Transaktionen musste auf die neuen Kassen übertragen werden.

Wie wurde sichergestellt, dass die Kassen fehlerfrei funktionieren?

Wir haben den Prozess so definiert, dass der Techniker nach der Installation die Kassen mit der Verkaufsstelle testet und abnimmt. Sobald das Abnahmeprotokoll unterschrieben und die Installation als «abgeschlossen» markiert war, fand die Übergabe an den Betrieb statt. Der Techniker war aber auch mit Ersatz-Hardware ausgestattet, sodass er bei einem DOA (Dead On Arrival) sofort reagieren konnte.

Dein Fazit?

Wir haben stärker auf die Digitalisierung gesetzt, um die Prozesse möglichst zu automatisieren. So musste der Techniker in der Filiale bloss ein Batch-File ausführen, und die Kasse wusste, wo sie steht und hat sich quasi automatisch finalisiert.

Während des Corona-Lockdowns mussten wir das Projekt stoppen, weil die Denner-Läden zu den wenigen gehörten, die noch offen haben durften. Zu dieser Zeit waren die Kundenfrequenzen sehr hoch und den Verkaufsstellen mussten alle Kassen zur Verfügung stehen. Wir hatten auf beiden Seiten (Nexgen und Denner) unsere Lernkurve. Die Zusammenarbeit mit Denner war sehr angenehm.

Danke, Samyan Seyfi.

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Stichwörter: Samyian Seyfi Unser Mitarbeiter Denner-Rollout Denner Projektleiter